Der Möglichmacher

Das Problem ist die Lösung

In jungen Jahren war ich von Problemen umzingelt, von Problemen genervt, von ihnen gejagt und auch manchmal überfordert. Ja, es gab Augenblicke, da hielt ich auch einige von ihnen für nicht lösbar. Nach und nach schenkte mir das Leben immer mehr Erlebnisse, anhand derer ich mein Verhältnis zu dem Begriff Problem neu justierte. Aus den Problemen wurden mit der Zeit immer mehr spannende Aufgabenstellungen,die ich mit Kreativität und Freude auflöste.

In meiner aktiven Zeit als Kunst- und Umzugsspediteur war ich regelmäßig mit kleinen und immer wieder auch mit sehr großen Aufgabenstellungen betraut. In hunderten von Situationen lernte ich, die Vorstellung von „unlösbaren“ Problemen endgültig  loszulassen. Mittlerweile glaube ich fest an den Satz: Ohne eine schon existierende Lösung gibt es das Problem nicht. Ich höre schon Deinen Widerspruch. Und ich kann ihn sogar verstehen. Denn was ich auch lernen durfte: Ich (vielleicht auch Du) wollte die Aufgaben lange Zeit immer mit meinen Werkzeugen, mit meinem Denken oder mit meinen Methoden lösen. Doch manchmal ist es erforderlich, seine eigene Vorstellung über die Lösung loszulassen. Und dann kann sich die „andere“, dieunperfekte“ Lösung zeigen.

Ein kleines Beispiel: Früher war das Lösen einer Schraube für mich felsenfest mit dem Benutzen eines Schraubenziehers verknüpft. In der Speditionsarbeit lernte ich, Schrauben mit vielen verschiedenen Gegenständen zu lösen.

Aus dieser praktischen Erfahrung leite ich mittlerweile einen völlig anderen Umgang mit – richtig – Aufgabenstellungen ab.

Dazu fand ich für mich einen kurzen, knackigen Leitsatz als Orientierung:

Wenn sich die Lösung noch nicht zeigt, habe ich die Aufgabe noch nicht verstanden.“

Mittlerweile pflege ich einen spielerischen Umgang mit sämtlichen Aufgaben, die sich mir in meinem Leben stellen – sei es in meinem privaten Umfeld oder im öffentlichen Raum. Als Künstler habe ich nun ein Projekt dazu entwickelt:

Der Möglichmacher

In diesem Projekt mache ich Dinge möglich – früher hätte ich gesagt: löse ich Probleme –, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind, oder für die es erstmal keine Zuständigkeit gibt.

Auf dieser Unterseite werden die schon durchgeführten Projekte dokumentiert. Die Dokumentation soll Euch zum Nachahmen oder auch Neuerfinden inspirieren.

Liebe Menschen, fragt Euch nicht, was diese Welt für Euch tun kann, sondern was Ihr für diese Welt tun könnt.“

(frei nach John F. Kennedy)

Und nun viel Spaß!